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Früh mit dem Töpfchen vertraut werden: Abhalten mit Baby Pottying

How to Start Early Potty Learning with Baby Pottying

Seien wir ehrlich: Tipps zum Trockenwerden können verwirrend sein, und der Begriff „Ausscheidungskommunikation“ macht es nicht gerade verständlicher. Deshalb haben wir uns mit Steph Elliott von Baby Pottying zusammengetan, um alles Schritt für Schritt zu erklären.

Ein Baby abzuhalten klingt vielleicht ungewohnt und wird manchmal sogar kontrovers diskutiert. Im Grunde ist es aber ziemlich einfach. Genau wie beim Kennenlernen der Schlaf- oder Trinkgewohnheiten deines Babys geht es darum, aufmerksam hinzuschauen und in eurem eigenen Tempo herauszufinden, was für eure Familie funktioniert.

Wir möchten dir von Anfang an alle Informationen geben, damit du selbst entscheiden kannst, was zu deiner Familie passt. Deshalb übergeben wir jetzt das Wort an Steph.

Baby Pottying

Geschrieben von Steph Elliott, Gründerin von babypottying.co.uk

Was bedeutet Abhalten?

Abhalten, auch als Ausscheidungskommunikation oder Elimination Communication (EC) bekannt, ist eine schrittweise Möglichkeit, die Wahrnehmung deines Babys für seine Ausscheidungen schon früh zu unterstützen.

Viele Eltern bemerken Muster oder Signale, die darauf hindeuten, dass ihr Baby Pipi oder sein großes Geschäft machen muss. Ähnlich lernen sie auch, Hunger oder Müdigkeit zu erkennen. Statt ausschließlich auf Windeln zu setzen, kannst du deinem Baby über den Tag verteilt das Töpfchen anbieten und Windeln als Absicherung verwenden.

So entwickelt dein Baby nach und nach Fähigkeiten rund um den Toilettengang. Das bringt viele Vorteile mit sich, zum Beispiel:

Abhalten und frühe Wahrnehmung der eigenen Ausscheidungen

Wann kannst du anfangen?

Du kannst in jedem Alter mit dem Abhalten beginnen. Es gibt nicht den einen „richtigen“ Zeitpunkt. Unabhängig vom Alter gilt: Fang an, wenn du dich bereit fühlst, und geh in deinem eigenen Tempo vor.

Von der Geburt bis etwa 3 Monate

In dieser Zeit sind die natürlichen Ausscheidungsinstinkte und Signale von Babys am stärksten. Gleichzeitig sind Eltern ihrem Baby besonders nah und können seinen Rhythmus und seine Signale kennenlernen.

Von 3–12 Monaten

Babys entwickeln erste Routinen und kommunizieren möglicherweise aktiver durch Laute, Gesten oder Gesichtsausdrücke. Vielleicht stellst du fest, dass dein Baby phasenweise mehr oder weniger Interesse am Töpfchen hat. Das gehört ganz selbstverständlich dazu.

Ab 12 Monaten

Die Grundprinzipien des Abhaltens gelten weiterhin. Es kann allerdings etwas länger dauern, dein Baby wieder mit seinen Körpersignalen vertraut zu machen. Viele Familien kombinieren das Abhalten mit herkömmlicheren Methoden zum Trockenwerden.

So funktioniert’s: die Grundlagen

Beim Abhalten geht es um Beobachtung, den richtigen Zeitpunkt und Kommunikation.

1. Beobachten

Achte darauf, wann dein Baby normalerweise Pipi oder sein großes Geschäft macht. Dabei kannst du dich an drei Dingen orientieren:

  • Auf Signale achten: Laute und nonverbale Zeichen, mit denen Babys zeigen, dass sie müssen.
  • Natürliche Zeitpunkte nutzen: Nach dem Aufwachen, nach dem Füttern, vor oder nach dem Baden oder wenn dein Baby im Autositz, Kinderwagen oder in der Babytrage ist.
  • Deiner Intuition vertrauen: Manchmal hast du einfach das Gefühl, dass dein Baby muss. Zum Beispiel spürst du eine warme Stelle, obwohl es noch gar nicht gepinkelt hat.

2. Anbieten

Halte dein Baby über ein Töpfchen, ein Waschbecken, eine Toilette oder draußen ab, wenn du glaubst, dass es muss. Dabei soll dein Baby bequem und sicher gehalten werden, während du seine natürliche Haltung beim Pipi- und Großmachen unterstützt.

Hier sind drei Möglichkeiten, dein Baby zu halten:

Klassische Abhalteposition für ein Baby

Klassische Abhalteposition
Der Rücken deines Babys lehnt an dir. Mit jeder Hand stützt du einen Oberschenkel, sodass der Popo nach unten zeigt.

Wiegehaltung zur Unterstützung eines Babys beim Abhalten

Wiegehaltung
Lege den Kopf deines Babys auf einen deiner Arme und stütze seinen Körper mit beiden Armen.

Ein älteres Baby beim Sitzen auf dem Töpfchen unterstützen

Ältere Babys
Stütze dein Baby beim Sitzen auf einem Töpfchen oder Toilettentrainer-Sitz.

3. Reagieren

Begleite dein Baby mit einem Signal, während es sein Geschäft macht. Verwende einen einfachen Laut wie „Pss, pss“ oder einen kurzen Satz, damit es das Signal mit dem Gefühl beim Ausscheiden verbinden kann.

Die Signale deines Babys erkennen

Jedes Baby kommuniziert anders. Häufige Anzeichen dafür, dass dein Baby muss, sind:

  • Eine Verhaltensänderung: plötzliche Unruhe oder Stille
  • Weinen
  • Zappeln oder Hin- und Herwinden
  • Grimassen oder ein konzentrierter Gesichtsausdruck
  • Grunzen oder Pressen
  • Den Rücken durchstrecken
  • In den Schritt greifen
  • Mit den Lippen prusten
  • Versuchen, aus dem Hochstuhl, der Trage oder Ähnlichem herauszukommen

Welche Ausstattung hilfreich sein kann

Du brauchst nicht viel für den Anfang, aber ein paar Dinge können das Abhalten erleichtern:

  • Kleines Töpfchen – ein Abhaltetöpfchen für Neugeborene, das zwischen deinen Beinen steht, oder ein niedriges Babytöpfchen für ältere Babys, damit sie bequem sitzen und die Füße auf den Boden stellen können.
  • Trainingshöschen – saugfähig genug, um Pipi aufzufangen, damit es weniger stressig ist, wenn du ein Signal verpasst. Du erkennst damit auch leicht, wann dein Baby gemacht hat, und kannst ihm anschließend das Töpfchen anbieten und ein trockenes Höschen anziehen.
  • Reisetöpfchen – praktisch zum Abhalten unterwegs.

Mehr erfahren

Möchtest du mehr über das Abhalten erfahren und einfache, praktische Schritte für den Einstieg kennenlernen?

Auf babypottying.co.uk findest du weitere Informationen, Forschungsergebnisse und Online-Communitys, in denen sich Eltern beim Abhalten gegenseitig unterstützen.

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