Elternberichte – Mit Ingrid und Astrid
Töpfchentraining ist ein wichtiger Entwicklungsschritt, der für jede Familie ganz unterschiedlich aussieht. In dieser Ausgabe unserer Elternberichte sprechen wir mit Ingrid aus dem Bambino Mio Team über ihre Töpfchenreise mit ihrer Tochter Astrid.
Ingrid teilt offen ihre Erfahrungen – vom richtigen Zeitpunkt für den Start über die kleinen Erfolge und Herausforderungen unterwegs bis hin dazu, wie ihr kultureller Hintergrund ihren Ansatz geprägt hat und was sie im Rückblick gerne schon früher gewusst hätte.
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Kannst du uns ein wenig über dich und Astrid erzählen?
Astrid ist mein erstes und einziges Kind. Sie ist zwei Jahre und zehn Monate alt, und ich liebe es von Herzen, ihre Mama zu sein. Ich verbringe meine freie Zeit unglaublich gerne mit ihr und genieße all die kleinen Alltagsmomente, die wir miteinander teilen.
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Wann hast du zum ersten Mal über Töpfchentraining nachgedacht?
Das erste Mal habe ich über Töpfchentraining nachgedacht, als Astrid angefangen hat zu krabbeln, also mit etwa siebeneinhalb Monaten. Mit acht Monaten habe ich beschlossen, sie zu Hause behutsam an das Töpfchen heranzuführen. Ab diesem Zeitpunkt saß sie regelmäßig auf dem Töpfchen, und ich habe bewusst kleine, positive Gewohnheiten rundherum aufgebaut.
Töpfchentraining braucht Zeit, Geduld und BeständigkeitIch habe sie nicht wahllos auf das Töpfchen gesetzt. Etwa 30 Minuten nach ihrer Morgenmilch habe ich sie ruhig darauf gesetzt, und meistens hat sie dann gepinkelt. Ich habe sie immer gelobt und es wie einen großen Erfolg gefeiert. Auch wenn sie noch sehr jung war, habe ich das Gefühl, dass sie so früh eine positive Verbindung zum Töpfchen entwickeln konnte.
Richtig mit Trainingshöschen begonnen haben wir erst später, als wir im Januar 2025 offiziell mit dem Töpfchentraining gestartet sind – da war sie ein Jahr und zehn Monate alt.
Wir hatten immer ein Töpfchen im Wohnzimmer und eines oben im Badezimmer. So wurde es selbstverständlich Teil unseres Alltags und nichts Besonderes oder Ungewohntes.Was waren eure größten Erfolge auf diesem Weg?Ein besonders großer Erfolg war, dass Astrid ihren Körper immer besser verstanden und ihre eigenen Signale wahrgenommen hat. Das hat ihr auch in der Kita mehr Selbstständigkeit gegeben, weil sie nicht komplett darauf angewiesen war, dass die Erzieherinnen und Erzieher merken, wann sie muss.
Ich glaube, dieser Weg hat ihr mit der Zeit viel Selbstvertrauen geschenkt und ihr geholfen, sich unabhängiger zu fühlen.Und was waren die schwierigsten Momente?Die schwierigsten Momente waren definitiv die Zeit, bevor sie vollständig trocken war. Es gab Phasen, in denen sie auf dem Töpfchen saß und kurz danach doch noch etwas in die Hose ging.
An einen besonders chaotischen Moment erinnere ich mich gut – da habe ich wirklich überlegt, ob ich lieber noch warten sollte. Aber nachdem alles wieder sauber war, habe ich mich daran erinnert, warum ich begonnen hatte, und bin bei unserer Routine geblieben.Hat dich etwas überrascht, als ihr mit dem Töpfchentraining begonnen habt?Was mich wirklich überrascht hat, war, wie sehr Astrid ihre Trainingshöschen geliebt hat. Sie hat sich oft bewusst für ihre Trainingshöschen entschieden statt für normale Unterwäsche. Dadurch fühlte sich das Ganze positiv und spannend an.
Für mich war das einer der schönsten und erfüllenden Momente auf unserem Weg.Welchen Einfluss hatte dein kultureller Hintergrund auf deinen Ansatz?Ich komme aus Transsilvanien im Westen Rumäniens. Dort war es früher ganz normal, sehr früh mit dem Töpfchentraining zu beginnen. Wegwerfwindeln waren nicht überall verfügbar, Stoffwindeln gehörten zum Alltag und Kinder wurden früh an das Töpfchen gewöhnt.
Ich selbst war mit einem Jahr trocken. Dieser Hintergrund hat meine Einstellung stark geprägt und mir das Vertrauen gegeben, Astrid behutsam schon früh an das Töpfchen heranzuführen.Gab es Routinen oder Produkte, die euch besonders geholfen haben?Eine feste Routine hat den größten Unterschied gemacht. Astrid saß nach den Mahlzeiten auf dem Töpfchen, besonders nach flüssigen Mahlzeiten wie ihrer Morgenmilch.
Als wir offiziell mit dem Töpfchentraining begonnen haben, war sie es also schon gewohnt, zu bestimmten Momenten des Tages auf dem Töpfchen zu sitzen. Wir haben alles bewusst einfach gehalten und nur wenige vertraute Produkte genutzt: ein Töpfchen und Trainingshöschen.Was hättest du gern gewusst, bevor ihr begonnen habt?Ich wünschte, ich hätte gewusst, dass Töpfchentraining mehrere Monate dauern kann. Anfangs dachte ich, es würde sehr schnell gehen, und habe später gemerkt, dass meine Erwartungen zu hoch waren.
Töpfchentraining braucht Zeit, Geduld und Beständigkeit.Welchen Rat würdest du Eltern geben, die gerade anfangen?Ich würde Eltern ermutigen, dann zu beginnen, wenn es sich für sie richtig anfühlt, und alles entspannt und positiv anzugehen. Kinder sollten nicht zu lange zum Sitzen gedrängt werden.
Kleine Erfolge dürfen gefeiert werden, und die Erwartungen sollten realistisch bleiben. Aus meiner Erfahrung können Trainingshöschen besonders unterwegs eine große Unterstützung sein, weil sie Selbstvertrauen und Selbstständigkeit fördern, ohne für Unsicherheit zu sorgen.
Töpfchen-Training








































